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| Spider-Man 2 |
Mehr als nur ein paar Filmkritiker bezeichneten "Spider Man 2" als den besten Superheldenfilm aller Zeiten und es gibt keinen zwingenden Grund, dies zu bezweifeln - auf Grund des groesseren Budgets, besserer Spezialeffekte und einer dynamischen, durch die einzelnen Charaktere vorangetriebenen Handlung, ist dieser Film noch ein Stueckchen besser als Spider Man in Bezug auf emotionalen Tiefgang und Einfuehlungsvermoegen gegenueber der Comicbuch-Vorlage. Der Oscargewinner fuer Eine ganz normale Familie, Alvin Sargent, war der Drehbuchautor und der gefeierte Schriftsteller und Comicbuch-Experte Michael Chabon arbeitete an der Story, aber Regisseur Sam Raimis persoenliche Beziehung zu diesem Thema erweckt "Spider Man 2" erst richtig zum Leben. Als ein Kernschmelzungsexperiment fuerchterlich schief geht, verwandelt sich ein brillanter Physiker (Alfred Molina) in Spideys neueste Nemesis, den verrueckten und mit mechanischen Tentakeln versehenen Doctor Octopus, welcher darauf versessen ist, sein Experiment zu beenden und dabei Spider Man (Tobey McGuire) zu toeten. Doch noch spannender ist das Dilemma, dem sich Peter Parker gegenueber sieht: Soll er sein der Verbrechensbekaempfung gewidmetes, belastendes, einsames Leben als Spider Man weiterfuehren oder sich zusammen mit Mary Jane Watson (Kirsten Dunst) der Liebe und Freude hingeben? Molina ist hervorragend als tragischer Boesewicht, der von seiner eigenen Erfindung beherrscht wird, und die Actionszenen sind wirklich atemberaubend - jedoch liegt der wahre Erfolg von "Spider Man 2" darin, dass die Prioritaeten richtig gesetzt sind. Raimi und seine Autoren halten sich dank oder trotz der besten und groessten in Hollywood verfuegbaren Spielzeuge an die Vorgaben des Marvel-Comics, ehren somit die Erschaffer von Spider Man Stan Lee und Steve Ditko und setzten die Messlatte fuer "Spider Man 3" beeindruckend hoch.