Master & Commander

In den begnadeten Haenden von Regisseur Peter Weir (Die Truman-Show, Club der toten Dichter) erweist sich "Master & Commander". Bis ans Ende der Welt als ein Seefahrer-Abenteuer, das seinesgleichen sucht: authentisch bis ins kleinste Detail, mit einer dynamischen Besetzung und genug Spannung, um jeden klassischen Leinwand-Saebelschwinger in die Flucht zu schlagen. Weir und sein Koautor John Collee adaptierten hier gleich zwei Romane aus Patrick O'Brians immens erfolgreicher Serie ueber den englischen Marine-Helden Captain Jack Aubrey, verlagerten die Handlung aber vom Britisch-Amerikanischen Krieg von 1812 in den Britisch-Franzoesischen Konflikt von 1805. So patrouilliert hier die HMS Surprise unter dem sicheren Kommando von Captain Aubrey durch den Sued-Atlantik auf der Suche nach der Acheron, einem franzoesischen Kriegsschiff mit dem strategischen Vorteil von mehr Geschwindigkeit, Groesse und Artillerie. Russell Crowe bietet eine hervorragende Vorstellung als Aubrey, konsequent und uneingeschraenkt loyal, einzig mit seinem Ziel vor Augen, auch wenn das heisst, sich mit seinem besten Freund und Schiffschirurg anzulegen (gespielt von Paul Bettany, der schon in A Beautiful Mind an Crowes Seite glaenzte). Mit einer makellosen Kombination aus tatsaechlichen Meeresaufnahmen, detailgetreuen Modellen, lebensgrossen Schiffen und geschickt eingesetzten CGI-Effekten legt Weir sehr hohen Wert auf die Einhaltung auch des kleinsten nautischen Details, waehrend er zugleich eine sehr menschliche Geschichte um Ehre, Krieg und Ueberleben unter harschen Bedingungen erzaehlt. Wuetende Stuerme und markerschuetternde Schlachten bieten aufregende Action, waehrend ein kurzer Besuch der Galapagos-Inseln dem Zuschauer ein beinahe weltfremdes Staunen gestattet, und so der Vielschichtigkeit dieses praechtigen, epischen Abenteuers noch eine besondere Note hinzufuegt.