Ray

Jamie Foxx'92 unheimlich akkurate schauspielerische Leistung ist nicht das einzig Gute bei Ray. Foxx, der auf einer Welle von Oscar-Geruechten ritt, zeigt sich des ganzen Brimboriums wuerdig, indem er die blinde R&B-Legende Ray Charles hemmungslos authentisch portraitiert, was Charles auch kurz vor seinem Tod im Juni 2004 absegnete. Abgesehen von ein paar dramaturgischen Ausschmueckungen echter Begebenheiten (wie zum Beispiel der Behauptung, dass der Ertrinkungstod von Charles juengerem Bruder der Ausloeser all jener Daemonen gewesen sei, mit denen Charles auch noch als Erwachsener zu kaempfen hatte) gelingt es dem Film auf bemerkenswerte Art und Weise, Charles'92 Faehigkeiten als musikalischer Wegbereiter sowie seine Schwaechen zu zeigen, wie er als heroinabhaengiger Frauenheld einige seiner besten Songs aufnimmt und dabei schwer auf Drogen ist. Foxx scheint sich Charles zu Eigen gemacht zu haben, ebenso wie er dies auch mit Ritchie Valens in La Bamba tat. Regisseur Taylor Hackford erfasst die meisten zeitgenoessischen Eigenheiten genau richtig, waehrend er Rays Aufstieg vom Musiker beim 'Chitlin Circuit' in den fruehen Fuenfziger Jahren bis hin zu seiner Erhebung zu einem der besten Musiker aller Zeiten verfolgt. Foxx liefert Ray Charles klassische Aufnahmen perfekt lippensynchron, wobei man annehmen koennte, dass er das einzig Authentische in einem Film ueber Ray Charles ist, der ansonsten dessen einstmals wildes Leben reinwaescht.