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| Blood & Wine |
Bei diesem Versuch, einen modernen "film noir" zu schaffen, mit glattem Aeusseren und voller Anspielungen, knirscht und knackt es an allen Enden. Entstanden ist immerhin ein Beinahe-Treffer, der leider etwas schwerfaellig wirkt. Jack Nicholson (Besser gehts nicht, Wolf) spielt einen Weinhaendler aus Florida, dessen Geschaeft leider nicht so gut laeuft, wie er und seine unglueckliche Ehefrau (Judy Davis, Absolute Power, No Panic - Gute Geiseln sind selten) glauben. Zudem liegt er bestaendig im Streit mit seinem flegelhaften Stiefsohn (Stephen Dorff, Blade). Heimlich plant er den Diebstahl eines wertvollen Diamanten-Colliers, wobei ihm seine Geliebte (Jennifer Lopez, Out of Sight) und ein heruntergekommener Safe-Knacker (Michael Caine, Gottes Werk und Teufels Beitrag) helfen sollen. Und im Anschluss will er auch noch seine Frau loswerden. Die gesamte Geschichte ist von der Art, die der Autor James M. Cain (Vorlage zu Billy Wilders Double Indemnity - Frau ohne Gewissen) in den 40er Jahren locker aus dem Aermel schuettelte. Cains "Wenn der Postmann zweimal klingelt" wurde oft und erfolgreich verfilmt, einmal auch mit Jack Nicholson in der Hauptrolle von Blood & Wine-Regisseur Bob Rafelson. In dessen Haenden geraet dieser aehnliche Stoff jedoch zu einem fadenscheinigen Flickwerk, in dem die Charaktere durch Verbrechen und romantische Verstrickungen auf einen moerderischen Kollisionskurs geraten.