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| Krieg Der Welten |
Steven Spielberg wird es nicht los, das Kind im Manne. Obwohl der zweifache Oscar-Preistr'e4ger seit gut 15 Jahren als anspruchsvoller Regie-Grossmeister anerkannt ist und er es war, der mit Unheimliche Begegnung der dritten Art (1977) und E.T. (1982) als Erster Ausserirdische in einem Blockbuster-Film als friedvoll, freundlich gesinnt und geradezu knuddelig lieb darstellte, goennt sich der Gruendervater des Popcorn-Kinos auf seine alten Tage einen Ausflug zurueck in seine fantasievolle Jugend, und erfuellt sich mit der Neuverfilmung von H.G. Wells' Science-Fiction-Klassiker "Krieg der Welten" einen Kindheitstraum. Da sind die Ausserirdischen endlich auch bei Spielberg eine fast gesichtslose, durch und durch boese Bedrohung, die die gesamte Menschheit ausloeschen will. Das wiederum ist alles andere als kindertauglich, denn die unaufhaltsam durch die Strassen marschierenden, dreibeinigen Alien-Maschinen pulverisieren wortwoertlich binnen Sekunden alles, was ihnen vor die hochentwickelte Laser-Flinte kommt. "Krieg der Welten" erzaehlt die Geschichte einer ausserirdischen Invasion konsequent aus der Perspektive eines Familienvaters (Tom Cruise), der im apokalyptischen Chaos verzweifelt versucht, seine Kinder lebendig durchzubringen. Darum sieht man auch keine grossen Militaers, keine Reden schwingenden Praesidenten und keine brillant koordinierten Gegenschlaege - nur pure Panik und Hysterie. Wer die weltberuehmte Vorlage von H.G. Wells kennt, weiss auch, dass es ohnehin nicht die Menschen sind, die am Ende die ausserirdischen Invasoren besiegen. Getreu des Buchs ist Krieg der Welten deshalb auch kein Popcorn-Film mit hoher Baller-Quote, sondern ein ernsthaftes Endzeit-Drama, das seine konsequente Spannung aus der aeusserst nachvollziehbaren, nackten Ueberlebensangst des Mannes von der Strasse bezieht. Also doch ein ganzes Stueck erwachsener, als man es vom ewigen Kind Spielberg vielleicht erwartet haette.