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| Entgleist |
Mit einem richtig unangenehmen Boesewicht und einer Storyline, die viele Zuschauer ueberraschen wird, ist "Entgleist" die Art Film, die trotz einiger Makel Spass macht. Im Prinzip handelt es sich um zwei Drittel guten Film mit einem ueberzeugendem Aufbau und einer fast glaubwuerdigen Pointe, die'85 naja, die man halt selbst gesehen haben muss, um sich ein Bild davon machen zu koennen. Wie bei "Eine verhaengnisvolle Affaere", handelt es sich um einen Thriller der oberen Kategorie, der Untreue zum Alptraum eines jeden Mannes macht. Wenn Charles (Clive Owen), ein gut situierter Werbefachmann aus Chicago mit einer an Diabetes erkrankten Tochter und einer angespannten Ehesituation zufaellig auf Lucinda (Jennifer Aniston) trifft, einer reizenden und etwas einfaeltigen Finanzberaterin, die ebenfalls in einer Ehekrise steckt, stimmt die Chemie zwischen den Beiden sofort - sowohl zwischen den Charakteren, als auch zwischen den Schauspielern. Als es letztlich zu einer Verabredung in einem Hotel kommt, wird diese von einem Raeuber (der franzoesische Schauspieler Vincent Cassel, richtig schoen gemein und ekelhaft) unterbrochen, der gekommen ist, um Charles bis auf den letzten Dollar auszunehmen. Selbstverstaendlich wuerde ein Anruf bei der Polizei alle Probleme loesen, aber wie er es auch schon bei "Kollateralschaden" machte, erhoeht Drehbuchautor Stuart Beattie die Spannung mit solch manipulativen Faehigkeiten, dass man willens ist, die Loecher im Drehbuch zu ignorieren und sich mitreissen zu lassen. Mit lebhaften, unterstuetzenden Darbietungen der Rapper Xzibit und RZA ist "Entgleist" ein kommerziell cleveres Amerika-Debut fuer den schwedischen Regisseur Mikael Hafstrom, dessen Thriller "Evil" aus dem Jahre 2003 eine Oskar-Nominierung in der Kategorie "Bester Auslaendischer Film" erhielt.