Das Jesus Video

Wie kommt eine Bedienungsanleitung fuer eine noch nicht einmal erfundene Videokamera in ein 2.000 Jahre altes Grab in Israel? Fuer den Entdecker Steffen liegt die Antwort auf der Hand: Ein Zeitreisender hat Videoaufnahmen von Jesus Christus gemacht! Doch wo ist die Kamera zur Bedienungsanleitung? Wo sind die Aufnahmen? Eine moerderische Suche beginnt, denn schon bald wird klar, dass noch andere an dem Jesus-Video interessiert sind, die keine Skrupel haben. Die literarische Vorlage zum Film von Regisseur Sebastian Niemann stammt von Andreas Eschbach und ist seit ihrer Veroeffentlichung im Jahre 1998 ein Muss fuer jeden Freund guter Buecher. Doch waehrend Eschbach in seinem Roman fundamentale Fragen im Stile eines "Was waere wenn...?"-Spiels angeht und mit seiner Aufloesung fuer Ueberraschung sorgt und einen sinnierenden Leser zuruecklaesst, hat sich Drehbuch-Autor Martin Ritzenhoff bei seiner vom Roman stark abweichenden Adaption vorrangig auf erprobte Action und wenig Tiefgang konzentriert. Mit Darstellern, deren leicht bis mittelschwer klischeelastiges Spiel dem Zuschauer keine zu starke Konzentration abverlangt, wunderschoenen Drehorten und jeder Menge exzellent choreografierter Action verwirklicht das Team Ritzenhoff/Niemann souveraen sein Ziel der leichten Fernsehabendunterhaltung. pardpardeftab720sa240qlqnatural cf0 "Das Jesus Video" ist ein Film, der nicht anstrengt und gut unterhaelt. Allein fuer diese Leistung verdient er Lob und die Nachsicht, manch groesseres Loch im Drehbuch geflissentlich zu uebersehen. Einzig dem Kenner des Romans mag der Gedanke kommen, dass man aus diesem Stoff auch etwas anderes haette machen koennen. Doch um einen sehenswerten actionlastigen SF-Thriller zu produzieren, war diese Umsetzung durchaus erfolgreich.