Ultraviolet

Falls man sich eine 'dcberdosis Augenschmaus reinziehen will, k'f6nnte man i Ultraviolett i0 beinahe als zweite H'e4lfte eines Double-Feature zusammen mit i Aeon Flux i0 empfehlen. Beide Filme sind anspruchslose Erwachsenenfantasien, in denen es um eine Sch'f6nheit in einer fernen Zukunft geht, die anderen in den Hintern tritt (in diesem Fall ist dies die anmutige und sexy Milla Jovovich), und beide Filme nutzen jene Art von kaum durchschaubarem Videospiel-Erz'e4hlstil, der st'e4ndig von einer Vielzahl preiswerter Computereffekte 'fcberfrachtet wird. Regisseur Kurt Wimmer ist sein fr'fcherer Film i Equilibrium i0 besser gelungen, denn er versucht sich hier an einer Umsetzung eines zum Leben erwachten Comic-Hefts (wobei schon die Anfangstitel an i Hulk i0 erinnern), unterst'fctzt durch eine digital aufbereitete i Tron i0 -'e4hnliche Farbpalette. Gr'f6'dftenteils passt das auch zu der Geschichte 'fcber einen "Blutkrieg" im Einundzwanzigsten Jahrhundert zwischen der gewaltt'e4tigen Violet (Jovovich) als Mitglied einer vampir'e4hnlichen Gruppe von Widerstandsk'e4mpfern, die "H'e4mophagen" genannt werden und von einem durch Menschen entwickelten Virus angesteckt sind und dem menschlichen Vizekardinal Daxus (Nick Chinlund), der Violets Art f'fcr immer ausrotten will. Wimmer nimmt all dies viel zu Ernst und baut einen Handlungsstrang ein, nach dem Violet einen geklonten Menschenjungen (Cameron Bright) rettet - was eine Hommage an John Cassavetes' Drama i Gloria i0 aus dem Jahre 1980 darstellen soll. Aber Wimmers gute Absichten verlieren sich zusehends in einer Reihe choreografierter Kampfszenen, in denen die eng bekleidete Milla Jovovich Dutzende waffenstarrender Gegner ausschaltet. Alles ist viel zu hektisch gestaltet, um wirklich befriedigend zu wirken, aber Science-Fiction-Fans sollten doch einmal einen Blick darauf werden - selbst wenn es nur darum geht, sich die Einbindung von Drehorten wie Shanghai und Hong-Kong in das futuristische Design des Films anzuschauen. i --Jeff Shannon