Amores Perros

"Amores Perros" laesst sich grob mit "Love's A Bitch" uebersetzen, und das waere denn auch eine passende Zusammenfassung der in diesem bemerkenswerten Film durchgefuehrten Untersuchung von Leidenschaft, Verlusten und der Zerbrechlichkeit unseres Lebens. Der mexikanische Regisseur Alejandro Gonzalez Inarritu verwendet ein komplexes Drehbuch des Schriftstellers Guillermo Arriaga, um drei Geschichten zu erzaehlen, die durch ein traumatisches Ereignis miteinander verknuepft sind. Im Grunde handelt es sich dabei um drei individuelle Filme, die die Vorstellung zum Ausdruck bringen, dass wir durch das definiert werden, was wir verlieren - die Liebe zu unseren Familien, unsere Unschuld, sogar unser Leben. pardpardeftab720sa240qlqnatural cf0 Diese Geschichten ueber einen jungen Mann, der sich in die schwangere Frau seines Bruders verliebt, eine Parfuem-Vertreterin und ihren verheirateten Liebhaber sowie einen verwahrlosten Stadtstreicher, der sich nebenher als bezahlter Killer verdingt, fuegen sich durch einen schrecklichen Autounfall und durch die vielen Hunde, die die Charaktere besitzen bzw. um die sie sich kuemmern, zu einem Ganzen zusammen, das den Nexus zwischen den drei Handlungen liefert. Es gibt hier jede Menge plastisch dargestellte Gewalt, die Anlass zu einem Dementi gab, dass die umstrittenen Hundekampfszenen harmlos waren und sorgfaeltig ueberwacht wurden. Das, was Amores Perros aber tatsaechlich hervorbringt, ist ein einzigartiges Portrait von Menschen, die wir aufgrund ihrer Beziehung zu Hunden verstehen lernen. Der Film ist gleichzeitig trostlos, zynisch, lehrreich und mitfuehlend, mit vielschichtiger Bedeutung, die ein mehrfaches Anschauen lohnt.