Happy Feet

Jeder, der dachte, dass die preisgekroente Dokumentation "Der Marsch der Pinguine" der cineastische Hoehepunkt fuer diese Nomaden des Suedens darstellt, hat sich kraeftig geirrt. Bei "Happy Feet" handelt es sich um ein kleines animiertes Wunder um einen Pinguin namens Mumble, der nicht singen kann, aber dafuer wie ein Wilder tanzt. George Miller, die treibende Kraft hinter den Babe-Filmen wagt mit diesem grossartigen, schoenen, von Musik angetriebenen Film einen weiteren kreativen Schritt in Richtung Familienunterhaltung, der Kinder und deren Eltern auf der Strasse tanzen lassen wird. Schon bei seiner Geburt hat Mumble den Rhythmus im Blut und kann nicht aufhoeren zu tanzen. Dummerweise dreht sich bei den Kaiserpinguinen alles darum, sein Lieblingslied zu finden, und der tanzende Bursche - auch wenn er niedlich ist - wird zum Aussenseiter. Gluecklicherweise stoesst er auf kleine blaue Pinguine und erlebt mit ihnen eine Reihe von Abenteuern. Miller hat eine Menge vielseitiger Unterhaltung parat: Musikstuecke von Busby Berkley, Jahmarktsattraktionen, aufregende Verfolgungsjagden, und zudem eine Botschaft in Sachen Umweltbewusstsein, die einen nicht erschlaegt. Und zu alledem faellt einem nicht auf, wann der Film ins letzte Drittel kommt, was in Sachen Familienunterhaltung heutzutage eine Seltenheit geworden ist. Zudem gibt's eine Reihe von Rocksongs, neu aufgelegt als auch im Original - der Film ist sowohl ein Musical als auch eine Kom'f6die. Mumbles Solotanz zu einer neuen Version von Stevie Wonders "I Wish" von Fantasia, Patti und Yolanda ist wahrscheinlich einer der tollsten Filmmomente des Jahres 2006.