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| Ocean's Twelve |
Wie bereits sein Vorgaenger, Ocean's Eleven, ist auch Ocean's Twelve kein ernstgemeinter "Caper Movie" als vielmehr Farce - eine abwegige, zum Teil absurde Geschichte, die erst durch die verlockende Kombination aus beeindruckendem Starglamour und ueberbordender Inszenierungsfreude seines Regisseurs Steven Soderbergh zum Leben erwacht. Die durchgeknallten Gaunereien des ersten Teils werden unseren elf Meisterdieben (darunter die Hochglanzvisagen von Brad Pitt, Matt Damon, Bernie Mac und Don Cheadle) in Ocean's Twelve zum Verhaengnis. Sie werden nicht nur von dem Typen gejagt, dem sie urspruenglich das Geld abgeknoepft haben (Andy Garcia) sondern auch von einer Superpolizistin (Catherine Zeta-Jones) und einem Meisterdieb (Vincent Cassel), die allesamt scharf darauf sind zu beweisen, dass Danny Ocean (George Clooney) eben nicht der Beste auf seinem Gebiet ist. Als wuerde die geballte Starpower noch nicht ausreichen - und dabei blieb bislang die erneute Mittaeterschaft von Julia Roberts als Danny Ocean's Gattin unerwaehnt - katapultiert der Auftritt eines ganz bestimmten Megastars den Film endgueltig durchs Dach ins Maerchenland der Absurditaeten. Jedoch, all die huebschen Gesichter finden in Soderberghs visuellem Stil, dem ausgefuchsten Schnitt und den wunderbaren Drehorten in Amsterdam, Paris und Rom ihre Entsprechung. Man moechte meinen, der ganze Schwindel wuerde unter seinem eigenen Gewicht zusammenbrechen, aber irgendwie passiert das nicht. Natuerlich ist der Film ein Leichtgewicht, aber durch seinen leicht dekadenten Charme und den augenzwinkernden Humor bleibt das unbestreitbar hoechst unterhaltsam.