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| Zoom |
Bei "Zoom" handelt es sich zwar um das erste richtige Album von ELO seit 15 Jahren, es waere aber ungerecht, Jeff Lynne den Vorwurf zu machen, dass er sich auf seinen Lorbeeren ausruht. Schliesslich ist die Schluesselfigur von ELO in dieser Zeit mehr als je zuvor beschaeftigt gewesen. Er ist zu einem heiss begehrten Produzenten fuer Leute, wie Tom Petty ("Full Moon Fever" und "Into The Great Wide Open"), George Harrison ("Cloud Nine"), Paul McCartney ("Flaming Pie") und selbst fuer die Beatles geworden (er produzierte die Single des Wiedertreffens "Free As A Bird" aus ihrer ersten Sammlung). Bei "Zoom" demonstriert Lynne wieder einmal sein einmaliges Talent, einfache Melodien und Texte mit grandioser, sinfonischer Musik zu kombinieren, eine Zauberformel, die aus ELO eine der groessten Bands der 70er-Jahre gemacht hat. Bei "Zoom" fehlt ein uebergreifendes Thema als roter Faden, was fuer einige der besten Werke dieser Gruppe typisch war (insbesondere "Out of the Blue", "A New World Record", "Eldorado" und "Time"), und ELO wurde ungerechterweise mit den Prog-Rock-Leuten in einen Topf geworfen. Stattdessen praesentiert Lynne seine Staerken als Komponist von Pop-Songs - er ist ja immerhin der Mann, der solche Renner der Rockmusik der 70er-Jahre, wie "Living Thing", "Evil Woman" und "Don't Bring Me Down" geschrieben hat. Auf "Zoom" sind seine Songs ein wenig staerker introvertiert und persoenlicher, und darueber hinaus wurde der Name "Orchestra" ein wenig heruntergestuft auf ein Streicherquartett. Aber mit Songs, wie "Ordinary Dream", das an die Beatles erinnert, dem rockigen "Easy Money" (mit Ringo Starr am Schlagzeug), dem sanften "A Long Time Gone" (mit George Harrison als Gitarrist) und der ersten Single "Alright" wirkt diese Veraenderung glaubwuerdig. Hoffentlich muessen wir auf das naechste ELO-Album nicht so lange warten wie dieses Mal.