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| Peace |
Nach fast zehnjaehriger Trennung verschreibt sich das Hit-Duo Annie Lennox und David Stewart mit "Peace" dem Frieden und gesellschaftlich-sozialen Belangen. Musikalisch bedeutet das fuer die Eurythmics einen teilweisen Abschied vom flirrenden Pop zwischen Soul, Elektronik und elegantem Styling, nicht aber von der musikalischen Vergangenheit. Mit einer Menge dramaturgisch bewusst eingesetzter Zitate versuchen die beiden geschickt an ihre Biografie anzuknuepfen und dazu parallel den Seitensprung zur Rockgeschichte. Schon auf "17 Again" zitieren sie passagenweise "Sweet Dreams Are Made Of This". "I Saved The World Today" kommt mit ausgefeilten Beach-Boys-Harmonien daher, auf "Power To The Meek" tobt Gitarrist Dave Stewart seine heimliche Liebe zu rotzigen Gitarren und Rolling-Stones-Riffs aus, um dann seiner Leidenschaft fuer die Beatles und Wings auf "Beautiful Child" zu froenen. Die hymnische Ballade mit Fluesterchoeren "Peace Is Just A Word" wird von heftig saegenden Gitarrenattacken geschuettelt, und auch "I Want It All" ist wilder, wuester, zorniger 3-Akkord-Gitarrenrock samt Hall und Echo, der in einem atemlosen Crescendo endet. Bis auf die balladesken Songs wie dem souligen "Lifted" passt sich Annie Lennox im Gesang dieser Tour de Force so elastisch an, dass sie auf "Forever", einem Mix aus Beatles "All You Need Is Love" und Kinks-Akkorden beinah wie Rod Stewart klingt.