The ID

Mit ihrem in jeder Beziehung erfrischenden Debut-Album "On How Life Is" wirbelte Macy Gray bereits 1999 gehoerig Staub auf. Zwei Jahre spaeter praesentiert sich die Saengerin auf ihrem zweiten Longplayer keine Spur weniger exzentrisch. Gekonnt vermischt sie in den 13 Tracks, bei denen sie diesmal tatkraeftig von Slick Rick, Angie Stone, Erykah Badu, Mos Def, Sunshine Anderson,Guestlove (The Roots) und John Frusciante (Red Hot Chili Peppers) unterstuetzt wird, R&B-, Soul-, Rock-, Funk- und HipHop-Elemente zu einem elektrisierenden Sound-Cocktail, dessen pure Energie sofort auf den Hoerer ueberspringt. Bereits der reichlich ungewoehnlich Opener "Relating To A Psychopath", ausgestattet mit einem schraegen Funk-Groove, hat es in sich. Doch das ist nur der Anfang einer farbenfrohen Song-Revue, die mit Stuecken wie der unwiderstehlichen Disko-Hymne "Sexual Revolution", dem lyrisch wie musikalisch kaum zu bremsenden "My Nutmeg Phantasy", bei dem sich Angie Stone und Mos Def als geradezu kongeniale Partner erweisen, sowie dem zusammen mit Sunshine Anderson eingespielten "Don't Come Around", unvergessliche Glanzpunkte setzt. Mit "The Id" ist Macy Gray bereit fuer den ganz grossen Durchbruch. Textlich ambitionierter und musikalisch reichhaltiger kann ein Album wie dieses eigentlich nicht ausfallen.