Room Service

Bryan Adams ist bei seiner Arbeit nicht nur im Studio sondern waehrend Tourneen auch in saemtlichen Hotels der Welt zu Hause. Die Aufnahmen fuer sein Album "Room Service" entstanden groesstenteils in Hotelzimmern oder dem Backstagebereich von Konzertsaelen waehrend seiner Europatournee. Ob "Hotel Adlon" in Berlin, "Four Seasons" in Mailand oder das "Savoy" in Prag: Das Leben eines Rockstars im Format eines Bryan Adams hat nicht nur beneidenswerte Seiten. Das dokumentieren bereits die gelungenen Fotografien im Booklet, die von Bryan Adams hoechstpersoenlich aufgenommen wurden: Innenansichten von anonymen Hotelzimmern, Teller mit Speiseresten und die gemeinsame Arbeit an Stuecken auch noch nach bzw. vor den Shows, an Laptop und Mikrofon, wie eine Aufnahme in einen Spiegel belegt. Mit seiner Musik auf "Room Service" leistet Bryan Adams ebenso professionelle Arbeit, wie die Spitzenhotels, die ihn beherbergen. Alles wird unternommen, damit man sich um Himmels Willen nicht wie im Hotel sondern zu Hause fuehlt, weshalb sich das Album auch eher nach "Studio" als nach "Tournee" anhoert. Wer ein Unplugged-Album mit der Intimitaet einer After-Show erwartet, wird zwar enttaeuscht sein, doch fuer alle anderen Fans ist "Room Service" ein absolutes Muss. Mit jedem seiner Stuecke erweist sich Bryan Adams als gestandener Musiker, der seine Geschichten zu erdigen Rockklaengen vortraegt. Highlights des Albums sind "I was only dreaming" mit einem Oboen- und Streicherarrangement des langjaehrigen Weggefaehrten und vor einem Jahr verstorbenen Michael Kamen, sowie das Stueck "Flying" ebenfalls arrangiert mit Streichern und Irish Whistle. Insgesamt beinhaltet dieses Album 11 Stuecke grundsoliden Rocks, darunter auch den Song "Room Service", der durchaus autobiografische Zuege tragen duerfte, wenn er von den Zeiten eines Mannes berichtet, "when a hotel room is the closest thing you got to home".