Tripomatic Fairytales 3003

Jam & Spoon gelten als das Dance-Urgestein der deutschen Musikszene, sind sie doch bereits seit Anfang der 90er-Jahre als DJs und Remixer im Geschaeft. "Tripomatic Fairytales 3003" bietet jetzt 14 neue Tracks des Teams. Statt auf mit Trance versehene Dancetracks, setzen Jam & Spoon diesmal auf Songs mit Gastvokalisten und legen erstaunliche Songwriterqualitaeten an den Tag. Ruhig und mit chilliger Leichtigkeit startet Jam & Spoons Stammvokalistin Plavka mit dem wunderschoenen "Moment Gone". Jim Kerr (Simple Minds) folgt mit dem ersten Singlerelease "Cynical Heart", das man einfach als guten Popsong betrachten sollte. Auch Reamonn-Saenger Rea darf sich bei "Set Me Free" poppig austoben. Downbeatlastig, aber doch mit dem typisch flaechigen Jam & Spoon-Sound behaftet, grooved sich "Mirror Lover" mit der Stimme von Dolores O'Riordan in die Gehoergaenge. "Bianche Le Mie Mani" featured Tricky im erstaunlich ruhigen Gewandt mit sexy Vocals und besonnener, angenehmer Instrumentierung. Auch Xavier Naidoo (singt Englisch), Tom Novy Muse Virginia und gar Midge Ure zeigen sich im loungigen Popsound von Jam & Spoon mal komplett anders. 15 erwachsene Tracks zum Abschalten, Chillen und manchmal auch zum Headbangen werden geboten. Die beiden Frankfurter haben sich noch mehr als beispielsweise Paul van Dyk auf seinem aktuellen Album "Reflections" in die Poprichtung bewegt, ohne allerdings ihre Dance-Wurzeln zu ignorieren. Und das ist gut gelungen!