All I Got

Al Jarreau und sein Produzent Paul Brown drehen mit diesem glaenzenden Mix von Smooth Jazz, modernem Pop und Urban Funk weiter ihre Runden (die mit Tomorrow Today gestartet wurden). Mit "Random Act Of Love" wird dieses elf Songs umfassende Set eroeffnet. Da brauchte man sicher nicht lange ueber die Auswahl zu streiten, denn dieses gemeinsam mit Michael Jacksons Hitmaker Siedah Garrett geschriebene Stueck ist noch eingaengiger als "Just To Be Loved By You", der Riesenknueller, der Tomorrow Today den Schwung verlieh. Garrett ist auch an "Feels Like Heaven To Me" beteiligt, das wie ein grosser Teil des Albums eher in Richtung Arena-Pop tendiert als Al Jarreau's letzte Platte. Melodien wie der Titeltrack, das ueberaus romantische "Secrets Of Love" und "Never Too Late" bauen sich geduldig auf, werden ergaenzt mit Choeren, die diese Tracks beleben. Der Titeltrack und "Life Is" sind zwei Beispiele fuer das, was man als "Jarreau-Funk" bezeichnen koennte - zum Tanzen einladende Stuecke, bei denen der Saenger seine typische, staendig kurz vor der Explosion stehende Dynamik vorfuehrt, die Koepfe zum Mitnicken und die Fuesse in Bewegung bringt. Zu den gewagteren Stuecken gehoeren das von der Musik Suedafrikas inspirierte "Jacara Nda Bougainvillea", eine A-cappella-Version des Klassikers "Route 66" und die ungewoehnliche Teamarbeit mit Joe Cocker bei "Lost And Found".