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| Baptism |
Auf dem Cover wird Lenny Kravitz inklusive Gitarre in eine rote Fluessigkeit getaucht. Die angedeutete Bluttaufe auf "Baptism" soll nicht bedeuten, dass Herr Kravitz jetzt mit dem Teufel im Bund waere - obwohl einige Fans sicher der Meinung sind, dass die Zusammenarbeit mit einem Rapper (Jay-Z auf "Storm") wohl des Teufels Werk sein muss. Dieselben Fans werden aber feststellen, dass "Baptism" durchgehend klassischen Lenny-Kravitz-Stoff bietet, der mehr an sein Debut "Let Love Rule" erinnert, als an seine letzten Werke "5" oder "Lenny". Sein Lieblingsthema, naemlich er selbst, ist auch hier ueberpraesent, seine Instrumente spielte er wieder mit wenigen Ausnahmen alle alleine, und der Sound hat wieder dieses knarzige Feeling eines 70er-Jahre-Studios. Vielleicht hoert man auch deswegen mal weniger die Beatles als einen fruehen Bowie ca. zu Ziggy-Stardust-Zeiten als Referenz durchscheinen, wie im Song "Lady". Seine Riffs hat sich Lenny teilweise auf ein einziges pro Song herunterreduziert, ("Sistamamalover", "Storm"), die Spannung schafft er mit Gesang und Arrangement allein. Der Balladenzaehler bleibt am Ende auf 5 von 13 Songs stehen, und in diesem Genre hat Lenny schon Ergreifenderes geleistet. Aber die Scheibe hat vor allem in ihrer ersten Haelfte nicht wenige Highlights zu bieten, wie das froehliche "California", mit Verneigungen vor den Beach Boys und den Eagles, die Uptempo-Nummer "Where Are We Runnin'?" und dem Einsteiger "Minister Of Rock 'n' Roll". Wer nicht gerade eine voellige Neuorientierung von Lenny Kravitz erwartet hat und mit den fruehen Platten immer etwas gluecklicher war, der sollte sich bei "Baptism" eigentlich gut aufgehoben fuehlen.