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| Playing My Game |
Viel weiter im Norden als Lene Marlin kann man eigentlich gar nicht wohnen, was aber die erst 18-jaehrige Newcomerin aus Tromso, Norwegen, hier auf ihre erste CD gezaubert hat, gefaellt sicher auch in Mailand oder Stuttgart. Ihr Metier ist zarter Gitarren-Pop, den sie hier im Stile einer versierten Singer/Songwriterin praesentiert. Das Album hat sie selbst komponiert und die Titel ganz auf ihre fragile Stimme zugeschnitten. Typisch norwegisch ist dabei, dass sie kaum Platz fuer Vergleiche laesst, ist ihr doch als Neuling direkt ein eigenstaendiges Produkt gelungen. Hier und da haette allerdings eine Portion Dynamik gut getan: Denn statt ordentlich abzurocken gibt sich Lene lieber nachdenklich, statt sich an stimmlichen Kapriolen zu versuchen, erzaehlt sie lieber in Ruhe ihre Geschichten. Die handeln meist von ihrer Gedankenwelt und zwischenmenschlichen Beziehungen. So plaetschert "Playing my Game" phasenweise so dahin, was von grossem Selbstbewusstsein zeugt denn, na ja, es ist nun mal "ihr Spiel".