Cuttin' Heads

Man weiss eigentlich schon ganz gut, was man von einem John Mellencamp-Album zu diesem Zeitpunkt erwarten kann, und "Cuttin' Heads" wird ganz sicher die hartgesottenen Fans dieses Midwest-Rock-Troubadours nicht enttaeuschen. Tatsaechlich ist das 18. Album von John Mellencamp wohl engagierter als alle anderen und zufaelligerweise kommt es zur rechten Zeit nach dem 1989 veroeffentlichten Big Daddy. "Peaceful World", ein schoenes Folkrock-Stueck, bei dem "India.Arie" als Gastsaengerin auftritt, erh'e4lt einen bissigeren und ironischeren Unterton aus der Perspektive der Zeit nach der Tragoedie vom 11. September 2001. "Public Enemys Chuck D" liefert einen fantastischen Rap-Beitrag bei dem Eroeffnungsstueck, das wie "Peaceful World" den amerikanischen Rassismus anprangert. Ansonsten bietet John Mellencamp die ueblichen Dinge, unter anderem einige Liebeslieder (Duette mit Trisha Yearwood bei "Deep Blue Heart"), das Calypso-Stueck "Crazy Island" und bei "Women Seem" einen Text, der ordinaer genug waere, um den Titel "Little Bastard" zu erhalten, den er sich ja frueher einmal selbst verliehen hat. Na gut, es ist nicht "Scarecrow", aber es ist immer noch ein gelungenes Werk.