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Zwei Jahre stritt sich George Michael mit seinem alten Plattenlabel darueber, dass das Label ihn als, nun ja, Popstar behandele, waehrend er forderte, wie ein Kuenstler behandelt zu werden. Nachdem er sich von Sony dann getrennt hatte und bei DreamWorks SKG untergekommen war, (das von Spielberg, Katzenberg und Geffen geleitet wird, die sein Mega-Ego wohl besser nachfuehlen koennen), war die Frage: Kann George Michael jetzt, da er gekriegt hat, was er wollte, ein Meisterstueck abliefern? "Older" lieferte die Antwort: natuerlich nicht. Um fair zu bleiben muss man allerdings sagen, dass die Wiederkehr des 32-jaehrigen Teenie-Idols (der sich ja schon gebessert hat), so nah an wahrer Groesse dran ist, dass man ihm ein wenig Freiheit wohl geben sollte. Waehrend er sein Talent uberschaetzt, haben wir es vielleicht unterschaetzt. "Older" gibt die Supermodel-Haltung der Welt gegenueber nicht auf, die man von seinen Erfolgsplatten (ohne Wham!) "Faith" und "Listen Without Prejudice" kennt. Stil macht immer noch einen Grossteil von ihm aus, und das Wort 'baby' taucht immer noch zu oft in seinen Texten auf. Doch "Older" ist, wie es der Name ja schon ankuendigt, erwachsener. Als Hommage an den brasilianischen Bossa Nova-Komponisten Antonio Carlos Jobim und seine eigenen griechischen Wurzeln, setzt George Michael seinem britisch-amerikanischen R&B Latin-Jazz-Pop-Elemente und mitreissende mediterrane Einfluesse zu. Einmal besetzt er sich sogar mit der Rolle des Sinatras der 90er auf einem fuer den Salon geeigneten Track, bei dem er alle Instrumente selber spielt. Und trotz der (zu) hoch gesteckten Ziele, schafft er es, dass Album durchgaengig mit einer herausragend melodischen Pop-Glasur zu ueberziehen, die die meisten der Songs zu Hits werden liess.