Stony Road

"Stony Road" ist das echte, schmerzliche Blues-Werk, das Rea schon immer einmal schaffen wollte. Als er auf Leben und Tod im Krankenhaus lag und eine Krebs-Behandlung ueber sich ergehen lassen musste, da schwor sich der fruehere Pop-Maestro - sollte er jemals wieder genesen - dass er sich eine Slide-Gitarre beschaffen wuerde. Genau dieser Klang, insbesondere der Mississippi-Delta-Stil Charley Pattons, hatte ihn vor vielen Jahren dazu bewogen, seiner Muse zu folgen. Wie bei Bob Dylans "Blood On The Tracks" vermutet man auch hier, dass diese Platte eine befreiende und reinigende Wirkung fuer ihn hat. Er hat die Nase voll von den staendigen Machenschaften der Rock-Industrie und ist entschlossen, nun sein eigenes Ding durchzuziehen. Es draengt sich hier spontan das Bild auf, wie Chris Rea nach draussen in die frische Morgenluft laeuft und den Milchmann umarmt. Und wer koennte ihm dies veruebeln? Welcome back, alter Knabe, von ganzem Herzen willkommen!