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| Auberge |
Eine Minute und 5 Sekunden lang dauert es, bis auf Auberge das erste Instrument zu hoeren ist. Bis dahin zwitschern Voegel, hoert man jemanden froehlich pfeifen, rollen ein paar Blechdosen durch die Gegend. Alles sehr entspannt. Dann setzt irgendwann Chris Rea's Gitarre ein, mit einem ziemlich lockeren Riff. Das naechste Stueck heisst dann auch "Gone Fishing", als muesste sich der Meister von der Anstrengung, ein erstes Lied aufgenommen zu haben, erstmal wieder erholen. Urlaub ist ja schoen, ein stressfreies Leben erst recht - nur ist das Problem, dass man, einmal gut erholt, nur schwer wieder in die Gaenge kommt. Und Chris Rea war vor den Aufnahmen zu Auberge eindeutig zu lange in den Ferien. Vielleicht sollte man auch einfach keine Platten in einem verschnarchten Ort wie Montreux aufnehmen. Jedenfalls kriegt das Album die Kurve nicht. Die Melodien sind eine Spur zu lahm, die Texte uninspiriert - alles ganz nett, aber'n bisschen fad. Selbstverstaendlich steht das Slide-Gitarrenspiel von Chris Rea fern aller Kritik, und mit der Blaeser-Sektion der "Kick Horns" gewinnt Auberge gelegentlich sogar ein wenig an Fahrt. Aber trotz des schoenen "Looking For The Summer" tuckert diese Scheibe eher muehsam dahin. Wem der Sound grundsaetzlich gefaellt, sollte sich besser an die frueheren Werke des Briten halten.