Dancing With Strangers

Chris Rea's Rezept scheint immer wieder aufzugehen. Simpel strukturierte Songs macht der Mann zu Ohrw'fcrmern. Kurze, elegische Einleitung, weite Keyboardflaechen, eine einsame Mundharmonika (wahlweise auch eine verlorene Tin Whistle), dann geht's auch schon los. "Que Sera", mit seinem Bo Diddley-Rhythmus schraubt sich hoeher und hoeher, bis man es nicht mehr aus dem Ohr kriegt. So wird das gemacht. Auf "Dancing With Strangers" aus dem Jahr 1987 wimmelt es von Hits dieser Art. "Let's Dance", mit seinem fetten Blaesersatz, das etwas suelzige "Joys of Christmas" und natuerlich die Rea-typische Riesennummer "Loving You Again". Seine musikalische Bandbreite ist etwa so gross wie sein Stimmumfang, aber was er daraus macht, ist beachtlich. Da ist es egal, dass er immer mal wieder bei den Dire Straits vorbeischaut und sich ein paar Gitarrenphrasen abholt. Diese Platte ist einfach ein absolutes Muss fuer alle Chris Rea-Anhaenger. Der einzige Makel sind die beiden trostlosen Instrumentalnummern am Ende der CD. Hier haette sich ein toller Song zum Ausklang wesentlich besser gemacht.