Stone Love

Die "First Lady Of Neo-Soul" meldet sich drei Jahre nach nach dem 2001 veroeffentlichten Album Mahogany Soul mit einer ebenso abgeklaerten wie inspirierenden Song-Kollektion zurueck. Und wie immer dreht sich auch auf ihrem dritten Longplayer Stone Love alles um die Liebe. In allen denkbaren Fassetten beleuchtet Angie Stone in den 16 Tracks das ewige Auf und Ab der Gef'fchle, das natuerlich auch in ihrem Leben eine wichtige Rolle spielt - siehe den von Missy Elliott produzierten Song "U-Haul", in dem sie ihre unglueckliche Beziehung zu Saenger D'Angelo thematisiert. Wie alle grossen Saengerinnen des Soul, von Aretha Franklin ueber Gladys Knight bis hin zu Betty Wright, mit der sie auf "That Kind Of Love" herzerweichend im Duett singt, verfuegt Angie Stone ueber eine Stimme, die selbst aus durchschnittlichem Material noch das Optimum herausholt. Durchschnittliche Songs sind auf Stone Love wie gewohnt deutlich in der Minderheit. Zusammen mit ihren Produzenten Jonathan Richmond, Jazze Pha, Warryn Campbell und Rufus Blaq laesst die Saengerin nicht das Geringste anbrennen und praesentiert sich in Stuecken wie "Lovers' Ghetto" und dem mithilfe von Snoop Dogg eingespielten "I Wanna Thank Ya" in bestechender Form. Absoluter Hoehepunkt des Albums aber ist ihre Zusammenarbeit mit dem von ihr ueber die Massen geschaetzten Anthony Hamilton. Gemeinsam zaubern die beiden mit "Stay For A While" eine Soul-Hymne der Extraklasse aus dem Aermel, die auch zehn Jahre spaeter noch Bestand haben wird. Mit Stone Love ist Angie Stone der Konkurrenz jedenfalls wieder einmal weit voraus. So muss Soul-Musik des 21. Jahrhunderts klingen, die gleichzeitig nach vorne blickt und dabei ihre Wurzeln nicht vernachlaessigt.