Für Alle

Laith Al-Deen zaehlt zu den wenigen Kuenstlern in Deutschland, die es schaffen, sich von Album zu Album kontinuierlich zu steigern. Der Saenger aus Mannheim bleibt seinem Stil auch auf seinem dritten Album, "Fuer alle", treu. Trotzdem kann man ihm eine gewisse Weiterentwicklung nicht absprechen. Auch diesmal arbeitete er wieder mit dem Schallbau-Produzententeam zusammen, das bereits fuer die ersten beiden Alben, Ich will nur wissen... und Melomanie, verantwortlich zeichnete. In den 14 Songs ueberzeugt er wie gewohnt mit Texten, die sich weit abseits ausgetretener Pfade bewegen und doch seltsam vertraut klingen. Laith Al-Deen verfuegt nicht nur ueber eine markante, unverwechselbare Stimme, sondern auch ueber ein untruegliches Gespuer fuer Stimmungsbilder, die sich ins Gedaechtnis einbrennen. Und davon profitieren Stuecke wie "Viel davon" oder die erste Single "Alles an Dir" ungemein. Man hoert den Kompositionen auf "Fuer alle" deutlich an, das sich hier niemand mehr etwas beweisen muss. In Routine erstarren die Songs trotzdem nicht. Auf modische Maetzchen verzichtet Laith Al-Deen komplett. Die Arrangements zeichnet auch diesmal eine bewundernswerte Oekonomie aus. Hier steht ganz unzweifelhaft der Kuenstler im Vordergrund und nicht die Produzenten oder irgendwelche Instrumentalisten. Zu den schoensten Songs zaehlt neben dem mit sparsamen Gitarrenklaengen unterlegten "Kann es sein" vor allem das beruehrende "Worauf wartest Du?", eine klassische Midtempo-Ballade, bei der Laith Al-Deen seine Staerken als Saenger perfekt ausspielt.