Beautiful Intentions

Die Spice Girls sind laengst Geschichte. "Melanie C" hingegen scheint mit ihrer Solokarriere immer mehr Fahrt aufzunehmen. Bereits auf ihren ersten beiden Soloalben, "Northern Star" (1999) und "Reason" (2003), ueberzeugte die Saengerin und Songwriterin mit Songs, die nicht bereits nach drei Minuten wieder vergessen sind. Auf Beautiful Intensions praesentiert sich Melanie Chisholm erstaunlich rockig, ohne allerdings voellig auf Balladen zu verzichten. Bis auf den vorab als Single veroeffentlichte Titel "Next Best Superstar", der aus der Feder von Adam Argyle stammt, ist sie an allen anderen Songs als Co-Autorin beteiligt. Auch geschaeftlich haelt sie laengst alle Faeden in der Hand. Kein Wunder also, dass die Platte auf ihrem eigenen Label Red Girl Records erscheint. Als Produzenten hat "Melanie C" diesmal Greg Haver verpflichtet, der bereits mit Bands wie den "Manic Street Preachers", "Franz Ferdinand" und "The Cardigans" erfolgreich zusammenarbeitete. Und in der Tat ist ihr damit ein Gluecksgriff gelungen, denn unter seiner Regie liefert "Melanie C" ihr bisher bestes Soloalbum ab. Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass sie die Produktion des Albums erstmals ohne eine grosse Plattenfirma im Ruecken realisierte und so viel freier und ungezwungener agieren konnte. Auf jeden Fall klingen die meisten der zw'f6lf Songs auf Beautiful Intensions absolut entspannt. Auf Experimente verzichtet sie dabei weiterhin konsequent. Aber auch so klingen St'fccke wie die Ballade "Bertter Alone" oder das verhalten rockige "You Will See" extrem unterhaltsam. Wie sehr sie sich mit ihrer Rolle inzwischen identifiziert, wird bei keinem Song deutlicher als bei der mit dezenten Hardrock-Elementen angereicherten Nummer "Never Say Never". Eine selbstbewusste Hymne einer selbstbestimmten Kuenstlerin.