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| Die Frage Wie |
Auf seinem vierten Studioalbum "Die Frage Wie" singt Laith Al-Deen wieder einmal viele Fragen, verpackt in poetische Wortbilder, wie sie in Deutschland kaum einem gelingen. Der Halbiraker besitzt das begnadete Talent hoechst konkret und zugleich vage zu bleiben, laesst in seinen ueberwiegenden Liebesliedern genug Raum fuer die eigene Fantasie - und eine formidable musikalische Umsetzung. Die hat laengst eine eigene Handschrift mit unverkennbaren Merkmalen, zu denen natuerlich in erster Linie die einzigartige und intensive Stimme gehoert. Spaetestens mit diesem Album laesst sich der Kuenstler aus dem Umfeld der Mannheimer Szene nicht einfach nur als Mainstream-Schmusesaenger abtun, dazu sind die Arrangements, die fantasievolle Intonierung, die Leidenschaft hinter jedem Wort viel zu praesent. Die erste Single "Leb den Tag" ist natuerlich einer seiner bewaehrten hymnischen Popsongs, ganz im Kontrast dazu steht der sehr erwachsene, kraftvolle Titelsong mit Kopfgesang und einem wunderschoenen Pianomotiv. Der im 60-er Stil verfremdete und verzerrte Bluesrock "Halt mich" ist wirklich zum Anfassen. Das macht ihm hierzulande schon schnell keiner nach, wie auch das Kunststueck Schmerz ohne Kitsch zu vermitteln, etwa mit der traurigen Ballade "Warten und schweigen", und dem konzertanten "Tage fallen wie Blaetter" ueber den Tod. Musikalisch sehr ungewoehnlich sind "Damit ich wieder schlafen kann", eine deutsch-arabische Orientromanze in Zusammenarbeit mit dem marokkanischen Saenger Kili Et Houssaine, und "Liebe", die Vertonung des gleichnamigen Hermann-Hesse-Gedichts mit subtil verfremdeten Sounds.